Mein XXL-Planschbecken – ein Bestway Aufstellpool mit 11.000 l

Auf dem Weg zum richtigen Pool probieren sich sicherlich einige Familien zunächst mit einem Aufstellpool im heimischen Garten. 

Hier eine Kurzfassung für alle, die nur harte Fakten interessieren:

Pool: Bestway Power Steel, Swim Vista Series II, 488 x 305 x 107 cm (Typen Nr. 56946) als Set gekauft (Baumarkteu.de online für 480,47 Euro in 01/2022)
Upgrade Sandfilteranlage: Bestway Sandfilter und Pumpe (Typ 58497), (ManoMano online für 152,90 EUR in 01/2022)

Filtermaterial: Dryden Aqua AFM Filterglas 21 kg, 39,- EUR

Einhängeskimmer 28,79 EUR
Poolsauger: Poolwonder V2 (Kleinanzeigen), 50,- EUR
Saugroboter: Steinbach Poolrunner Basic  (Kleinanzeigen) 65,90 EUR
höhere Einstiegsleiter: Marke “Exit” mit Plattform (Kleinanzeigen) 30,- EUR
Messgerät: 13 in 1 PoolLab 1.0 129,- EUR
Fußwanne 14,40 EUR
PH Minus: 6 kg Bayrol ph-Minus Granulat, 28,30 EUR
Fontäne: Intex 29,99 EUR

INTEX LED Poollampe (online 50,- Euro)
Poolfolienaufroller: Kesser Premium Aufrollsystem 1,05 – 6,15 m, 79,80 EUR
Wärmeplane: Poolpanda, Premium Wärmeplane 500 cm Durchmesser, 400 my, schwarz-blau, 98,95 EUR

Natürlich gab es auch bei mir eine Reihe von Fehlkäufen… Filterbälle (nutze ich aber im Steinbach Poolroboter), INTEX Deluxe Poolreinigungshardware (Kescher etc.), INTEX Fontäne, Rohre, Schläuche, etc…

TomTuT erwähnte ich einem Video mal, dass er sich freuen würde, wenn seine Community auch mal mit einem ‚Aldi-Pool‘ bereichert würde und der Poolheld seine Story vom Kauf bis zur Inbetriebnahme hier vorstellen würde. Dies mache ich nun gerne, da hier sicherlich auch in der Low-Budget-Variante interessierte LeserInnen zu finden sind. 

Aber eines vorweg: Der Pool kam natürlich nach online-Kauf per Spedition auf einer Europalette. Das Einkaufserlebnis habe ich also nicht dokumentieren können :-).

Ich selbst bin eine Wasserratte und liebäugle schon länger mit einem Pool in meinem Garten. Mit meiner Familie (2 Erwachsene und zwei Kids) bewohnen wir eine Doppelhaushälfte auf einem 317 qm großen/kleinen Grundstück. Der Garten ist somit, DHH-typisch, wie ein längerer Schlauch angelegt. Ein Bagger müsste auf dem Luftweg in den Garten gehoben werden, eine größere Aktion wollte ich daher nicht angehen. Handwerklich bin ich absolut nicht fit und besitze auch nur eine minimalste Basisausstattung an Werkzeug, was man als Hausbesitzer nun einmal so benötigt zum Bilder aufhängen… 

Da ich handwerklich absolut nicht versiert bin, ist das ganze Projekt für mich persönlich eine echte Heldenreise. Man(n) wächst tatsächlich mit seinen Aufgaben. Aber ich muss schon gestehen, dass bei mir halt alles länger dauert beim Poolprojekt. Gar nichts gelingt auf Anhieb und meine Zeitpläne sind zu 99 % naiv unrealistisch eingeschätzt gewesen… 

Grundidee/Motivation:
Unser Haus haben wir gebraucht gekauft. Das im Garten aufgestellte Schaukelgestell kam uns sehr gelegen, da wir mit unserer damals 2 jährigen Tochter eingezogen sind und uns noch ein weiteres Kind wünschten. Es war also sehr praktisch, dass Schaukel, Rutsche und ein tiefer Sandkasten bereits vorhanden waren. 

Leider war aber das Holz doch mit den Jahren schneller morsch, als unsere Kids aus dem Spiel-Alter herausgewachsen wären. Eine Neuanschaffung würde sich aber auch nicht mehr so recht lohnen. Somit kam dann meine Idee zum Pool verbal auf den Tisch! Ich bot meinem kleinen Sohn an, dass es im kommenden Sommer einen Pool gegeben würde, wenn auch er sein Seepferdchen in der Tasche hätte, da der Sandkasten und das Schaukelgerüst inkl. Rutsche abgerissen werden müsste. 
Der praktische Nebeneffekt: Mein Sohn war so motiviert, dass es unser gemeinsames Projekt geworden ist! Das ist schon echt cool. Er war von Anfang an mit kindlicher Motivation am Werk.

Nach einer großen Familienfeier im Mai 2022 war es dann soweit. Nachdem ich alle direkten Nachbarn persönlich auf mein Projekt hingewiesen (wg. Nichtschwimmerkinder etc.) habe, konnte zunächst der Garten verunstaltet werden. Das Schaukelgestell fiel binnen einer Stunde und der nötige Platz war geschaffen. 
Anschließend haben wir die Grasnarbe abgetragen und den Sand des Sandkastens auf dem verdichteten Boden verteilt. Ausgerichtet, glattgezogen und eine Folie ausgelegt. Dann konnte der Pool aufgestellt werden. 



 










Ich liebe das Bullauge.

Die Schläuche habe ich anhand unzähliger YouTube Videos direkt auf 38 mm umgestellt. Dies ging wirklich total einfach, unkompliziert und schnell. 

Ein Einhängeskimmer tat im ersten Jahr seinen Dienst, in der zweiten Saison habe ich dann „die Operation am offenen Herzen“ probiert und die größere Öffnung für einen Einbauskimmer gewagt. Auch das funktionierte Dank YouTube Community sehr gut. 

Aber zurück zum Ende der ersten Saison: der Pool wurde im Herbst 2022 abgebaut, gereinigt und trocken eingelagert. Dies wollte ich aber nicht jedes Jahr wiederholen. Mein Plan war, die Deinstallation zu nutzen, meinen Pfusch bei der Erstinstallation zu beheben und den Pool im Frühjahr so aufzubauen, dass er dann ganzjährig stehen bleiben kann. 

Mein Fazit ist ersten Jahr: Wasserwerte immer top und glasklar. Es hat Mega viel Spaß gemacht und sich absolut gelohnt. Ok, im Garten war es oftmals richtig laut. Die Kids waren bei gutem Wetter täglich mit großer Freude im Wasser und hatten eine Stimmung wie im Freibad…

Mein Zeiteinsatz im ersten Jahr war damit noch recht human – im Frühjahr 2023 verbrachte ich aus Sicht meiner Frau beinahe zu viel Zeit im Garten. Mein Nachteil: die meisten zu erledigenden Arbeiten sollten im Anschluss nicht mal sichtbar sein… Da musste ich mich oftmals vor der Familie rechtfertigen, was ich denn über so viele Stunden im Garten trieb. Aber mein größter Feind war: ich selbst. Auch hier gelang wieder nichts auf Anhieb. Alles dauerte gefühlte und reale Ewigkeiten, ständig musste „ich mal kurz“ in den Baumarkt… Wir kennen das. 

Hier die To Do‘s für die zweite Saison:

– Elektrifizierung des Gartens bis hinten an den Pool durch ein Erdkabel (bitte keine Fragen zur Stromleitung in der ersten Saison). Alleine das Durchbohren der Garagenwand hat mich Stunden gekostet.

– Isolierung von PE-Schläuchen für eine Solarheizung auf dem Garagendach (gut 20 m vom Pool entfernt)

– die isolierten Schläuche in Rohren einfädeln und am Rand des Gartens versenken

– Kantensteine setzen

– Rasen neu einsäen/Garten wiederherstellen

– PE Verrohrung am Pool (aktuell nicht abgeschlossen)

– Umbau einer Keterbox zum Pumpenhaus (aktuell nicht vollständig abgeschlossen)

– Installation der Aufrollvorrichtung für die Poolfolie

– Bau einer DIY Solarschnecke auf dem Garagendach mit einer von der Poolpumpe unabhängigen Pumpe

Das Pumpenhaus hat bei mir für diese Saison absolute Priorität. 

Im April begann der erneute Aufbau des Pools:

2. Unkrautvlies
3. dicker Outdoorrasenteppich
1. Saubere Nivellierung


Und so begannen „meine Erdarbeiten“ für Elektrik und Wasserleitungen zur Solarschnecke und zurück zum Pool:



Der isolierte PE-Schlauch führt zur- und von der Garage.
PE-Schaluch muss in einem Isolierschlauch eingefädelt werden. Mega zeitraubend und anstrengend. 

Und so sieht es dann auf dem Garagendach aus:





Hier sieht man die Entfernung zum Pool am Ende des Gartens.

Dann gab es noch das Projekt „Einbauskimmer“

Der Puls geht hoch…
Operation gelungen, Patient fit.
Die Aussenhaut habe ich mit einer weiteren Schicht verstärkt.



Zulauf Poolheizung.
Inkl. Ablauf Poolheizung.
Fertiger Zulauf  


Verstärkung der Außenhaut für den Zulauf der Poolheizung.
Verstärkung der Innenhaut für den Zulauf der Poolheizung. 
Zulauf der Poolheizung.
Zuschnitt der Ersatzfolie.

Und hier zwei Bilder zur Aufrollvorrichtung der Solarplane:



Und so habe ich die Ecken und Lücken am Gestänge geschlossen:





Und das wichtigste: Genießen!

Das Bild aus 2022 mit “offenen Lücken” in den Ecken.
Meine Lieblingszeit im Pool  



Die Saison habe ich am 24.09.2023 beendet. Man soll ja aufhören, wenn es am schönsten ist. Konkret: intensive Reinigung, Wasser bis unter die letzte Düse abgelassen, Zuläufe demontiert, hochgechlort und lichtdicht zugedeckt. 

Die Ecken habe ich mit Zuschnitten von Sichtschtzzaunstreifen “verschlossen”, so verliert der Pool spürbar weniger Wasser. Wird 2024 aber noch aufgehübscht.

Und abends sah es dann so aus:

Ein bisschen wie Christo. Es ist also Kunst 🙂 Nächstes Jahr wird es besser.

Und im Januar 2024 sah es so aus:


Nun freue ich mich auf die Saison 2024. Updates kommen dann gerne, wenn ich mein Projekt Schritt für Schritt voranbringe. 

Bei Fragen und Anregungen meldet euch gerne. 

    Mathias 

Recommended4 LikesVeröffentlicht in Heldenreise

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Kommentare

  1. Hi Matthias,
    eine schöne Heldenreise hast du da geschrieben. Ich weiß gar nicht mehr wie lange ich so einen Intex Aufstellpool hatte. 5 oder 6 Jahre und am Ende ging mir die Auf und Abbauerei auch gehörig auf den Senkel. Aber stehen lassen über den Winter wollte ich diesen auch nicht. Dann rostete das Gestänge durch und dann musste dieser gehen.
    Aber alle die Dinge die mich störten bist du durchdacht angegangen und hast dafür Lösungen gesucht und gefunden. Klasse. Sei es der Einbauskimmer oder die Abdichtung der Ecken und offene Stellen am Gestänge. Dieser olle Einhängeskimmer hat mich ständig gestört.
    Um es mit deinen Worten zu sagen, auch ein Lowbudget Pool macht Freude für die Familie und Freunde.
    Kannst dir auf die Schulter klopfen und deine Familie wird dir verzeihen wenn es wieder heisst….”ich muss noch mal schnell in den Baumarkt”. Den Satz kennen alle Poolbauer.

    LG
    Ronny

    1. Moin Ronny,
      vielen Dank für deine Rückmeldung zu meinem Beitrag!
      Ich hatte vermutlich das Glück, dass ich mein Projekt über einen sehr langen Zeitraum von Herbst bis Frühling geplant habe und in Ruhe hunderte YouTube Videos geschaut und in Foren gelesen habe. Daher habe ich sicherlich einige typischen Fehler vermieden. In einem Video bekam ich den Tipp eines Korrosionsschutzes von der Firma Boing in den USA zu bestellen und alle Stangen damit vorzubehandeln. Das habe ich bei der Erst- und Zweitinstallation auch akribisch getan. Vielleicht halfen auch diese Kleinigkeiten bei meiner bisherigen Weg. Insgesamt ist damit inzwischen mein Projekt aus Sicht einiger Communitys schon kein Lowbudget mehr, aber immer noch meilenweit weg von einer “echten” Poolvariante – mit den entsprechenden Abstrichen und Einschränkungen…

Oliver

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