Eigentlich wollten wir nur die Terrasse schön machen…

… aber dann stellte sich die Frage, ob wir nicht die Gelegenheit nutzen, und einen „kleinen“ Stahlwand-Rundpool im Garten teil-versenken… wenn die Terrasse fertig ist, wird es nämlich schwierig, da nachträglich ohne größere Verwüstungen an einem dann schönen Garten (Durchfahrt!) noch etwas zu machen.

Gesagt – getan – mit dem Gartenbauer besprochen.

Die erste Idee war dann, 3 Meter Rundpool… das „reicht doch“.

Markierungsspray zeigte uns aber dann relativ schnell, dass das dann noch nicht wirklich groß ist, sicherlich wäre das auch gut, aber irgendwie vermutlich doch etwas zu klein… nehmen wir doch besser die Variante in 4,50 Meter…


So ist das in etwa gedacht:

– Links könnte auf die Garage (irgendwann) ein Solarabsorber, vorbereitet wird alles, wenn das Projekt durch ist, schaue ich mal, ob das noch möglich ist

– Rechts ist die „Baggerschneise“ – der passt nämlich gerade so durch das dortige 1,30m Gartentor – was für ein Glück, dass wir das damals versehentlich zu groß bekommen hatten – alles genau richtig!

– Die Position des Pools habe ich gleich mal eingezeichnet – so in grob und ohne irgendeinen Maßstab. Die Frage, wo die Technik eingebaut wird habe ich lange überlegt. Es war rechts am Pool eine Idee (Vorteil: kurzer Leitungsweg vom/zum Pool, weiter Weg (zu weit?) zum Absorber), oder links hinter der Garage (Nachteil: langer Leitungsweg vom/zum Pool, kurzer Weg zum Absorber, insgesamt aber möglich)… ich nehme die Variante links… mit einem 63er Saugschlauch und einem Pumpenupgrade von Aqua Plus 6 auf Aqua Plus 8 (danke Poolsana, dass ihr das nach der Rückgabefrist unkompliziert mitgemacht habt). Strom ist an beiden Stellen möglich.

– Zur Info: Es gibt größere GaLa-Arbeiten bei uns: Die Terrasse wird neu belegt (die ist gemeingefährlich, rutschig ohne Gefälle und abgesackt) und es gibt noch ein Hochbeet „links“ hinter der gepflasterten Fläche…

Ich habe das komplette letzte Jahr zur intensiven Lektüre verschiedener Foren, Videos usw. genutzt, die Garage ist nicht mehr „beparkbar“, dort lagern mittlerweile Stahlwandpool (sauschwer – mal sehen wie der in die Grube kommt), Flexrohre, Leiter, und 1000 weitere Einbauteile. Was bin ich froh, wenn dort wieder Ordnung herrscht.

Diese Woche ist der Bagger angerückt…


Vor knapp 11 Jahren habe ich den Rasen in liebevoller Arbeit mir eigenen Händen angelegt… Innerhalb kürzester Zeit klaffte dann ein großes Loch im Garten… dieses ist etwa ein Meter tief, rein kommt dann (auf das  Betonfundament) ein 1.35m hoher Stahlwandpool. Die netten GaLa-Leute werden das Loch und Fundament fertig machen, und dann bin ich mit dem Aufbau des Beckens dran, während der Gartenbauer sich um Terrasse und Hochbeet kümmert.

Schotter und Eisen…


Heute wurde noch Schotter und Eisen eingebaut. Nächste Woche kommt der Beton, und dann bin ich dran…


Die Terrasse habe ich heute „entplattet“, ist zwar keine Poolsache, hängt aber dann doch irgendwie mit dem Projekt zusammen… Die Nachbarn fragen, ob sich bei mir das Tor zur Unterwelt geöffnet hat 🙂

Die Woche ist vergangen und ein Teil des Gartens sieht jetzt auch wieder sehr „vergangen“ aus. Das Hochbeet aus der einen Seite sitzt und rostet vor sich hin, die Poolgrube ist fertig und betoniert. Jetzt muss ich nur sicher sein, dass der Betonbelag glatt genug ist…


Die Woche ging mit einem fiesen Gewitter zu Ende. Zwischenstand:

– Poolgrube ist betoniert

– Leerrohre an den Ort, wo irgendwann das Technikhaus entsteht sind an Ort und Stelle

– Terrasse und Garten sind eine Mondlandschaft

– Hochbeet steht (auch wenn das nichts mit dem Pool zu tun hat)

– Leitungen sind im Leerrohr grob verlegt.

Mein Gartenbauer kann – das war geplant – nächste Woche nicht weitermachen, aber das ist der perfekte Moment für mich (Urlaub!), die Stahlwand zu stellen, den Graben für die Rohre zu graben, usw… damit bekomme ich die Woche sicherlich gefüllt.




Die Bilder vom (nassen) Fundament sind nicht so genau, ich stelle mir aktuell aber die Frage – wie glatt das für meinen Pool eigentlich sein muss, und ob das hier ausreichend ist? 

Graben für die Leitungen 

Den Graben für die Zu- und Ableitung habe ich heute begonnen auszuheben… Aufgrund der Entfernung zwischen Technikschrank und Pool wurde die Saugleitung als 63er Flexrohr und die Druckleitung als 55er geplant. Gelegt wurden die Leitungen getrennt, jeweils in ein 110er KG Rohr. Dazu kommen noch diverse Kabel (für den Scheinwerfer, die Gartenbeleuchtung, Datenleitung für einen Taster, teilweise im KG Rohr, teilweise in eigenen Kabuflexrohren). 8 Meter sind geschafft… morgen geht es weiter, dann kommt auch die Unterstützung in Form von Helfern für die Stahlwand… die Rolle selbst haben wir vorhin noch spontan in die Grube gewuchtet…




Noch mehr Graben und Stahlwand stellen

Nächster Tag, noch mehr „Graben graben“ … es geht voran. Ich bin nun an der Stelle, wo die „Baggerschneise“ liegt, hier warte ich also erstmal, bevor ich die letzten drei Meter verlege.

Zwischendurch kam noch Hilfe vorbei, und die Stahlwand stand – erstaunlicherweise sehr schnell. Was ich nicht einschätzen konnte war, wie stark sich das Teil „aufwickelt“ wenn die Bänder geöffnet werden. Mit entsprechend großem Respekt sind wir also an diese Sache rangegangen. Fazit: Die Wand hat schon Kraft, aber mit zwei halbwegs kräftigen Menschen kann man das gut hinbekommen: einer schneidet auf, der andere hält die Wand fest. Zu dritt haben wir dann die Wand in die Schienen gesetzt. Das Vlies, die Folie und das Wasser folgen, wenn mein Gartenbauer wieder da ist – und die Pooltechnik startklar ist



Ausschnitte für Einlaufdüse, Skimmer und Scheinwerfer

Wenn man sich die Aufbau-Anleitungen so anschaut, dann kommt man auf die Idee, dass das total schnell geht. Zumindest mir ging es nicht so… die Ausstanzungen für Einlaufdüse und Skimmer waren doch sehr fest, ich habe die teile mit der Flex abgetrennt. Ein Loch für den Einbauscheinwerfer ist auch nicht mal eben „geschnitten“ – in einer Kombi aus Flex, Stichsäge und Feile hat es gut geklappt… aber das hat länger gedauert als geplant. Aber womöglich gibt es Techniken, die ich nicht drauf habe. Aber egal, ich glaube das Ergebnis stimmt.

Die Zinkspray-Streifen an der Wand sind Stellen, an denen beim Öffnen der Stahlwand das eine Ende über das andere gekratzt ist… ist minimal, aber sicher ist sicher (ich muss noch ein paar Stellen bearbeiten – siehe links in Bild)


Drei Wochen später: KG Rohre vergraben, Garten „umgegraben“, Technikhaus gestellt

Drei Wochen später – das Wetter war doch sehr wechselhaft und ich hatte ein paar anderweitige private Termine sieht die Lage nun so aus:


Die KG Rohe für die Flexschläuche sind verlegt und wieder in der Erde verschwunden, währenddessen hat der Gartenbauer den halben Garten umgegraben (wir verlegen teilweise unter Rasenbewässerung „unterirdisch“ – unser Wasser ist rosthaltig und ich will mir meine neuen Gartensteine nicht direkt mit Rost beregnen lassen). Das Biohorthaus, in dem die Pumpe stehen wird ist aufgestellt. Die Frage, wie ich eine OSB Platte an der Rückwand befestige hat sich geklärt: Für die Rückwand habe ich anstelle der Biohortschrauben längere Schrauben verwenden und auf diese drauf dann eine Lattung für die OSB Platten verschraubt. Das ging relativ problemlos.

Am langen Wochenende kommt nun – die Temperaturen sollten das jetzt zulassen – das Vlies unter den Pool (ich weiß, es gibt zwei Herangehensweisen, ich habe mich für „Vlies-danach“ entschieden), die Folie rein und dann Wasser marsch (bzw. Beton marsch für die Aussenseite) und die Verrohrung im Technikhaus.


langes 1.Mai-Wochenende:

Mein Gartenbauer möchte am 2. Mai die Poolgrube mit Beton verfüllen. D.h. mein Ziel war es, das Vlies (ich habe mir noch ein extra dickes Vlies besorgt – 1000er – , ich hatte Zweifel, dass das im Set beiliegende Vlies ausreichend dick ist) zu verlegen, die Folie einzuhängen, den Pool im Erdbereich zu füllen, den Scheinwerfer einzubauen eine Noppenbahn zu befestigen und die Verrohrung fortzusetzen. Das hat – mit großartiger Hilfe – auch geklappt, das Wetter war perfekt (20 Grad – das war gut für die Folie) und alles hat gut funktioniert. Für so ein dickes Vlies benötigt man schon eine ordentliche Schere – dennoch ist es mühsam, das Vlies in der Rundung zu schneiden (ich habe jetzt Blasen auf den Fingern). 

Blöderweise wurde kein ordentliches Foto vom verlegten Vlies gemacht, umso erfreulicher war es dann, dass die Folie recht gut einzuhängen ging. Vermutlich hätte man noch exakter die Naht in die Ecken verlegen können, aber im Großen und Ganzen ist es wohl ein recht gutes Ergebnis (okay, ganz faltenfrei ist der Boden nicht geworden, aber ich habe den Eindruck, dass sich da noch was wegdrückt).





Der Gartenbauer hat übernommen – Pool wurde „eingemauert“

Die knapp 50cm Stahlwand über dem Boden sollte mit einer Mauer umrandet werden. Dies ist wieder der Part des Gartenbauers – und das Ergebnis ist wirklich schön geworden. Das Einstiegspodest wird aber nochmal durchdacht – das ist in dieser Form (nur grob aufgestellt) nicht optimal.



Mein Part war die Poolverrohrung – und zwar vorerst alles außer Elektrik. Der Schrank sieht noch wild aus, aber die „Primärseite“ funktioniert und ist – toi toi toi – auch Wasserdicht. Im zweiten Schritt ist noch ein Solarabsorber geplant, aber da muss ich mich noch etwas schlau machen.

Wenn alles fertig ist, hoffe ich darauf, dass der Frequenzumrichter über mein BUS-System ansteuerbar ist, und die Pumpenleistung (im Rahmen sinnvoller Leistungsdaten) an die Erzeugung der PV-Anlage anpassen kann.

Die beiden Dosierpumpen werden dann ebenfalls über das BUS-System angesteuert, welches seinerseits die Wasserwerte von diesem WS2839 Wasseranalysegerät erhält. Das mache ich aber erst, wenn ich mir sicher bin, dass das pannenfrei läuft. Bisher bringe ich den Pool manuell auf die richtigen Werte.


Der eingebaute Scheinwerfer ist mit einem Zigbeeempfänger verbunden, welchen ich ebenfalls über die Hausautomation steuere. Meine anfänglichen Sorgen, ob er zu lichtschwach sei, sind unbegründet. Das Teil entfaltet bei Dunkelheit eine wirklich gewaltige Wirkung… der Scheinwerfer ist zwar „blendend“ montiert, was aber aufgrund der runden Umrandung an einem abgelegenen Ort erfolgen musste. Auf der Hinterseite sind ja Zuleitungen und Kabel in der Mauer ausgespart – das wäre auf der Sichtseite nicht schön gewesen.

Zielgerade – fast fertig


Die Einstiegsleiter ist mittlerweile an Ort und Stelle – wir warten aktuell auf eine Nachlieferung von Abdecksteinen, hier war es etwas zu knapp bemessen. An dem schwarzen Alupfosten möchte ich später zwei Schalter per 12V auf die Haussteuerung bringen – einmal Licht, und einmal irgendwas anderes… mal sehen, was sich anbietet. 

Ein ganz deutlicher Unterschied macht natürlich der verlegte Rollrasen:


Bedingung für das Schwimmbecken im Garten war jedoch von Anfang an, dass dieses sicher abgedeckt werden muss – zum Schutz für noch sehr kleine Menschen, die bitte nicht ins Wasser fallen dürfen. Hierzu planen wir eine Stangenabdeckung, die aber vermutlich sehr schwer sein wird. Da müssen wir in den nächsten Jahren durch. Meine Idee ist nun, hinten an der Hecke hierfür eine Art „Ablage“ zu bauen. Die beiden Alupfosten, die auf dem Bild zu sehen sind, sollen (gekürzt) einbetoniert werden und obendrauf eine (noch zu durchdenkende) Ablage befestigt werden, wo man dann die eingerollte Abdeckung auflegen kann. Meine erste Idee „Regelbodenhalter“ zu verwenden kann ich vermutlich so nicht umsetzen, das wird zu klein und wohl das Gewicht nicht aushalten. Plan 2 wären Befestigungshülsen, die man eigentlich am Boden für solche Rohre einschrauben kann, oben am Pfosten „falsch herum“ anzubringen und da eine Auflagefläche zu schaffen. Dies wird mein Projekt für die nächsten Tage – bevor der erdige Teil bepflanzt wird.

Auch wenn es nicht direkt zum Pool gehört möchte ich euch mein Winterprojekt nicht vorenthalten… der Bierlift2.0 (von einem sehr kreativen Menschen als Bausatz angeboten, von mir im Winter zusammengebaut – ein wirklich witziges Projekt). Das ist quasi ein Erdkühler im KG-Rohr mit Motor, Temperaturfühler, Musikplayer, LED-Lichteffekt, Alexaanbindung usw… nur halb sinnvoll aber doch schön. Bei Gelegenheit muss ich das Teil einmal filmen:




Stangenabdeckung in direkter “Ablagenähe” zum Pool

Die besagte Stangenabdeckung ist mittlerweile eingetroffen – und was soll ich sagen – das Teil ist doch schon sehr massiv… Das Ding trägt man nicht mal eben irgendwohin, es muss also dezent in Poolnähe sein. Ich habe es so gelöst, dass ich zwei Pfosten einbetoniert habe, auf die ich runde Siebdruckplatten befestigt habe (ich hoffe mal, dass diese Teile Feuchtigkeit aushalten), auf die man dann die Abdeckung nahezu “rüberschieben” kann… ist immernoch ziemlich schwer, aber ich denke, dass wir mit dieser Lösung gut klarkommen werden:


… wie zu sehen ist, die fehlenden Steine lassen auf sich warten. 

Der erste Sommer ist nun schon lange vorbei – was ist in der Zwischenzeit noch geschehen

Mit ein paar Monaten Abstand fällt mir nun auf, dass ich diesen Eintrag noch zu keinem sauberen Ende geschrieben habe – also hole ich das nun hier nach:

Der Pool hat sich bis Ende September als äußerst praktisch erwiesen, wenn es das Wetter zuließ, wurde er reichlich genutzt. Der Gartenbauer hat die noch fehlenden Steine montiert. Also alles wirklich spitze. Anbei ein “abendliches Sommerfoto” mit beleuchtetem Pool, Bierlift ( 🙂 ), verlegtem Garten und Sonnenschirm…


Auch der Garten nimmt wieder Formen an



… wobei das jetzt im Winter natürlich gerade nicht so aussieht… ich freue mich schon auf den Tag, wenn ich den Pool wieder öffnen kann. Die Aktion “einwintern” lief (hoffentlich!) problemlos – Die Verrohrung habe ich mit einem Schlauch leergepumt (kleiner Gartenschlauch in die Flexrohre geschoben – ging sehr weit – und mit einer Bohrmaschinenpumpe das Restwasser rausgeholt) – das Wasser im Pool selbst steht knapp unter der verschlossenen Zulaufdüse bzw. dem verschlossenem Skimmer.

Die oben gezeigte Stangenabdeckung jedoch hat sich als äußerst unpraktisch erwiesen… ich befürchte, dass das ein Fehlkauf war (wenn jemand Interesse hat – gerne bei mir melden). Das Teil ist für unseren Einsatz leider zu schwer… man legt es nicht “eben mal so auf den Pool” – und für den Winter lässt mir das Teil noch zu viel Licht durch (vielleicht bin ich da übervorsichtig, aber als “lichtdicht” empfand ich das nicht). Nachdem ich mit einer sehr günstigen Silofolie experimentiert hatte, haben wir uns noch einmal entschieden, eine Winterabdeckung zu kaufen, bei der auch der Anblick auf den Pool noch “schön” bleibt – und so sind wir auf eine Plane gestoßen, die man in den Handlauf des Pools einhängen kann – das Material ist wie die Poolfolie selbst, nur eben nicht so groß – die Winterplane schwimmt nun auf dem abgesenkten Poolwasser und liegt dort auf. (mittlerweile ein wenig verschmutzt – aber das lässt sich nicht vermeiden. Der dunkle Fleck ist ein kleiner Stein, dort habe ich eine kleine Pumpe auf die Plane gelegt, und pumpe gelegentlich das Regenwasser ab)



Mein Nächster Beitrag kommt dann, wenn ich den Pool wieder öffne. Nächstes Jahr steht der Absorbereinbau an… ich bin gespannt…

Das Frühjahr danach – Auswinterung im April

Der erste Winter ist geschafft, und die sonnigen Tage nach Ostern wurden genutzt, um herauszufinden, wie es unter dieser eingehängten Folie nun so aussieht… nun ja… sagen wir mal, es war grün. Auch wenn durch die Folie eigentlich kein Hauch Licht ans Wasser geraten ist, haben sich Algen gebildet, die jedoch nach einer Schockchlorung sehr schnell verschwunden sind. Das Wasser hat sich recht schnell von “morastig-grün” zu “bergseeklar” gewandelt, mit Poolschrubber und Roboter wurden Wände und Boden gereinigt. Ich habe mich dagegen entschieden, das Wasser komplett abzulassen, sondern lediglich wieder aufzufüllen.

Technikupgrade – Solarplane, Dolphi-Ripp Solarabsorber und Motorventil.

Bereits bei der Rohrverlegung wurden zwei Flexschläuche zur Garage verlegt, an die ich “irgendwann” einen Solarabsorber anschließen wollte. Im Technikschrank hatte ich beim Bau bereits alles vorbereitet. Ursprünglich wollte ich mir einen Kugelhahn per Belimo Stellmotor selbst motorisieren – aber ich möchte es vermeiden, dass durch irgendwelche Fehlkonstruktionen Kräfte falsch wirken und ich mir hier Probleme einbaue. So habe ich mich dazu entschieden, noch einmal in ein Motorventil zu investieren. Die Solarsteuerung an sich habe ich jedoch in Eigenregie umgesetzt – ich Messe an drei Punkten die Temperatur und gebe diese per Shelly an meinen ioBroker weiter. Dort läuft ein Script, welches alle 15 Minuten vergleicht, ob die Temperatur AUF dem Absorber mindestens vier Grad wärmer ist, als die Rücklauftemperatur des Pools. Wenn dies so ist, wird das Motorventil geöffnet oder geschlossen. Am Rücklauf des Absorbers habe ich noch eine Temperaturmessung eingebaut (weil der Shelly das ohnehin für wenig Kosten kann). Die Temperaturfühler habe ich mir noch einmal neu gekauft – mir wurde empfohlen, für den UV-intensiven Außeneinsatz auf Qualität von Sensor und Leitung zu achten und bin bei www.sensorshop24.de fündig geworden.

Natürlich musste ich bei der Gelegenheit feststellen, dass ich im Technikschrank doch noch einmal die ein oder andere Stelle neu verrohren muss (das neue Motorventil passt natürlich nicht da hin, wo bisher das alte für Belimo gedachte “manuelle” Ventil eingebaut war usw… 


Bei den Absorbern habe ich mich letztendlich für das Ripprohrsystem (nennt man das so?) von www.dolphi-ripp.com entschieden. Ursprünglich habe ich zu Okuplatten tendiert, aber hier hätte ich aufgrund der Fläche auf meiner Garage ein Platzproblem gehabt. Das Rohrsystem kann man sich “passgenau” bestellen… einfach weil man die Rohre selbst ablängen muss… 🙂 – aber damit erreiche ich eine fast optimale Flächenauslastung…


Und natürlich kommt jetzt auch eine Pool-Solarfolie zum Einsatz.

Wir hatten in den letzten Tagen auch sehr schönes Wetter mit knapp über 25 Grad. Das Poolwasser hatte nach Auffüllung grob 15 Grad. An den vier Sonnentagen das Becken – vermutlich bzw. hoffentlich durch den Absorber (es war alles dicht – wunderbar!) – 23 Grad erreicht (zumindest das Thermometer des Rücklaufs hat das gemessen)… ich bin begeistert. Angebadet habe ich gemeinsam mit meiner Tochter – und das Wasser war wirklich angenehm!


Nochmal der Bierlift…

… und da ich schon um Infos zum sagenhaften Bierlift gebeten wurde – bzw. ich es auch Verlinken “darf”: Hier findet man weitere Infos https://www.bierlift.de/bierlift-2-0/bierlift-2-0-projektbeschreibung/

Meine Erfahrung über Winter: Vom Strom nehmen – Lift herausnehmen (einfach) und im Keller lagern, und im Frühjahr wieder einbauen. Geht sehr einfach und ist sicherlich gut für das Material, wenn man es im Winter nicht draußen lässt (wohlgemerkt… der Bierlift hat auch eine eigene Wasserpumpe… falls Wasser reinläuft, pumpt er es ab 🙂 )

Solarfolie und Halterung

Nachdem ich im letzten Jahr den Pool offen gelassen hatte, haben wir in diesem Jahr die “Offensive solare Erwärmung” gestartet. Neben dem Absorber – s.o. das Teil läuft echt klasse und ich kann es sehr empfehlen – habe ich im Winter bei einer der “es-ist-Winter-alles-muss-raus-Aktionen” eine Solarplane gekauft. Mein Ursprungsplan war, zumindest eine Alustange meiner unsäglichen Stangenabdeckung als Rolle zu verwenden… War aber unpraktisch, mir hat ein Griff oder eine Kurbel gefehlt (und wollte diese Stange nicht umbauen). So habe ich kurz HT-Rohre (siehe oben) getestet. Das war machbar, die Rohre haben sich aber schon massivst gebogen, so dass mir auch das nicht wie eine “runde Lösung” vorkam. Eine Kurbel oder einen Kurbelgriff hatte ich da auch nicht. Also doch umschauen nach einer anderen Lösung. Beim Rundpool stellt sich ja auch die Frage, wo die Folie eigentlich aufgewickelt wird (an der breitesten Stelle), und wie sie dann von da wegkommt. Ich werde in meine schöne Umrandung sicherlich keine Halterungen (in der Mitte!) einbohren. Im Bauhaus meiner Wahl bin ich dann auf Rückläufer einer ganz einfachen Rollvorrichtung gestoßen. Einfach war die eindeutig. Noch nicht einmal eine aussagekräftige Anleitung war dabei und man kann sich dieses Teil mit viel Vorstellungskraft irgendwie zusammenschrauben bzw. irgendwo Löcher bohren und die Teile (Plastikgriffe in Alustange) miteinander befestigen. Die mitgelieferten Plasitkstützen soll man befestigen, was ich nicht gemacht habe. Hält auch so. Nun habe ich mittig über dem Pool diese Konstuktion, benötige jedoch einen Helfer, wenn der Pool abgedeckt oder zugedeckt wird, das wäre aber vermutlich bei allen anderen Lösungsideen auch notwendig geworden. Die aufgewickelte Plane wird dann hinter den Pool auf die Ablage für die ursprüngliche Stangenabdeckung gelegt – da ist sogar ein wenig Schatten, was gut für die Folie ist. Die Plastikstützen stellen wir dann einfach zur Seite.


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Kommentare

  1. Hallo Frederik.
    Da gibt’s noch viel zu tun.
    Aber die Arbeit wird mal mit dem Sprung ins Pool belohnt.
    Bin gespannt wie es weitergeht. Und ja, wir finden die Terrasse und den Garten auch wichtig zur Gestaltung zum Pool.
    Das Gesamtbild gibt ein Wohlgefühl.
    Viel Spaß noch beim Bauen.
    LG Claudi

Dirk Nennen

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