Intex Quadra Frame Pool mit Pooldeck

Podcastfolge zu dieser Heldenreise

 

Für alle diejenigen unter euch Poolfans, die den Aufwand und/oder die Kosten für den Festeinbau eines Pools scheuen oder erstmal testen wollen, wie das so ist mit Pool, könnte meine Heldenreise interessant sein: wir haben einen simplen Intex Quadra Frame Pool, 5,49 m x 2,74 m x 1,32 m, mit einem Pooldeck umbaut. Den Weg dahin erzähle ich hier.

Zunächst einmal zur Ausgangssituation: Unser Haus liegt auf einem Grundstück mit extremer Hanglage. Es gab eine kleine Terrasse, auf der man nett und vor allem sehr sonnig sitzen konnte. Daran grenzte ein Beet an, dass ebenfalls Hanglage hatte und daher kaum in den Griff zu kriegen war. Der Garten war so im Prinzip nicht nutzbar. In Sachen Pool haben wir uns mit einem kleinen Aufstellpool beholfen, der mitten auf der Terrasse stand. Ich denke, auf den Fotos kann man die Situation ganz gut nachvollziehen.

Hier nochmal in entgegengesetzter Richtung:

2021 ergab sich dann die Gelegenheit, günstig an einen Bagger zu kommen. Die Idee war, den Gartenteil so gut wie möglich zu terrassieren, ohne zum Nachbarn unterhalb hin riesige Stützmauern bauen zu müssen. Daher beschlossen wir, die vorhandene Terrasse in Richtung Beet zu verlängern, das Beet zu beseitigen und an dessen Stelle eine weitere Terrasse unterhalb der alten zu bauen, auf die man eben einen Aufstellpool, eine Tischtennisplatte, Trampolin oder was auch immer hätte stellen können. Bei Youtube bin ich dann auf einige Videos gestoßen, in denen die Poolbauer ihren Framepool mit einem Pooldeck umbaut haben (Dank für die Inspiration an Markus Trapp, Christian Schneider und Max von Bergen). Da der Bau eines festeingebauten Pools innerhalb der Familie leider nicht konsensfähig war, schien dies ein guter, im Falle eines Falles auch wieder reversibler Kompromiss zu sein.

Im Mai 2021 rückte dann endlich der Bagger an und versetzte unseren Garten in ein ordentliches Chaos.

Die alten Betonplatten auf der Bestandsterrasse wurden entfernt, weil diese ebenfalls neu und größer gemacht werden sollte. Darunter fand sich bester Sand, der erstmal abgetragen werden musste.

Sandsteinfels kam dann auch noch zum Vorschein…








So sah das Ganze dann aus, als der Bagger erstmal fertig war:

Da wir den Hang zur alten Terrasse hin, zum Haus hin sowie zur Wiese hin abstützen mussten, wurde erstmal ein u-förmiges Fundament gesetzt.

Der Hund hat sich dann auch noch verewigt 🙂

Sodann wurde eine u-förmige Stützmauer aus Schalsteinen auf das Fundament gesetzt. Der Höhe nach sollte diese so hoch (bzw. die neue Poolterrasse im Verhältnis zur alten Terrasse so tief) sein, dass später der Pool mit dem Holzdeck auf einer Höhe mit der alten Terrasse endet (ich darf vorweg nehmen, dass das nicht so ganz geklappt hat 🤦‍♀️). Damit die Stützmauer stabiler steht und außerdem auch noch ein kleines Stück Hang begradigt werden kann, wurde die Mauer an der  Hangseite zusätzlich ein Stück ums Eck gezogen: 

Die alte Treppe (siehe Bild oben) wurde entfernt. Die Poolplattform musste dann an der Seite der alten Treppe sowie an der Stirnseite auch nach unten ausgehoben und abgestützt werden:

Sodann wurde eine neue Treppe gesetzt:

Dann wurde es Zeit, den Split aufzubringen und endlich oben wie unten die neuen Terrassenplatten aufzubringen. Außerdem wurde der Hang hinter der Stützmauer gerade gezogen und Mutterboden aufgebracht:

31. Juli 2021: die Poolterrasse ist soweit fertig! Und so sah das Ganze dann aus:

Die Terrasse wurde seitlich und an der Stirnseite absichtlich offen gelassen, damit die Stützen des Framepools aufgerichtet werden können. Insgesamt haben wir zugegebenermaßen einen beträchtlichen Aufwand für einen Framepool betrieben. Sollte man den Pool allerdings doch nicht mehr wollen, wäre die Terrasse auch ohne Weiteres z.B. für eine Tischtennisplatte nutzbar. Und notfalls ist so auch ein fest eingebauter Pool noch schnell nachgerüstet. So jedenfalls die Idee derjenigen Familienmitglieder, die dem Poolprojekt skeptisch gegenüberstanden 🙂 

Nun folgte Teil 2 des Projekts: der Aufbau des Frame Pools:

Zunächst mussten wir das Paket (130 kg) irgendwie hinter das Haus kriegen. Dank Dumper kein Problem:

Bevor wir mit dem Auspacken und Aufbauen begonnen haben, wurden noch 5 cm dicke Styrodurplatten verlegt. Das hält nicht nur von unten die Kälte ab, sondern schaffte auch ein extrem angenehmes Laufgefühl auf der Poolfolie (Update: ich habe inzwischen bei Claudi und Xavis Heldenreise gesehen, welche Nachteile Styrodur unter dem Pool haben kann (Stichwort Fußabdrücke). Bei uns sieht man zwar nichts. Sollte man sich aber dennoch wohl überlegen). Dort, wo die Poolstützen stehen, haben wir das Styrodur übrigens ausgeschnitten und 5 cm hohe Betonplatten unter die Stützen in das Styrodur eingefügt. Auf die Styrodurplatten haben wir die mitgelieferte Unterlagsfolie ausgebreitet. Das ist etwas, was ich beim nächsten Mal nicht mehr machen würde. Die Unterlagsfolie ist von schlechter Qualität und schlägt viele Falten unter der Poolfolie, die man nur ganz schwer wieder rauskriegt. 

Dann ging es an den Aufbau. Dieser ist ja bei den Frame-Pools sehr einfach und schnell erledigt: Poolfolie ausbreiten, Gestänge einschieben, Stützen aufrichten, fertig. Nicht vergessen: die Leiter am besten zuerst aufbauen. Sonst kommt man aus dem Pool nur noch schwer wieder heraus.

So sah das Ganze dann aufgebaut aus:

Und dann hieß es endlich Wasser marsch!

Bei diesem Poolmodell wölben sich während des Befüllens die Seiten nach innen. Das kann schon mal durchaus beeindruckend aussehen, ist aber normal. Wenn der Pool ganz voll ist, steht er gerade. Wir haben im ersten Jahr wegen unseres Sohnes allerdings davon abgesehen, den Pool ganz zu befüllen. Das Ergebnis am Ende des ersten Jahres:

Die Wiese auf dem begradigten Dreieck wurde auch noch neu eingesät und wuchs zum Ende der Saison schon wieder schön grün.

Zum Ende der Saison wurde der Pool eingewintert. Da wir den Pool ja mit einem Pooldeck umbauen wollten, haben wir uns entschieden, ihn nicht mehr abzubauen, sondern so zu überwintern. Dafür haben wir das Wasser bis unter die Anschlüsse abgelassen. Ansonsten verblieb es im Pool. Ich habe ein XXL-Poolkissen mittels Kärcher Sauger aufgepustet und darüber eine dicke Winterplane mit Expander gespannt:

Am 7. Mai 2022 habe ich den Pool dann wieder ausgewintert. Das Wasser sah super aus!

 Nun konnte es endlich weitergehen! Ziel für 2022: das Pooldeck.

Der Pool wurde zunächst wieder vollständig in Betrieb genommen und dieses Mal auch ganz befüllt. Denn damit die Maße des Pooldecks zutreffend ermittelt werden können, muss der Pool völlig aufrecht stehen. Bevor der Bau des Pooldecks begann, habe ich ihn noch ein wenig mit Aluminium beschichteter Knallfolie gedämmt. Außerdem habe ich die Ecken von außen abgeklebt. Damit gewinne ich ca. 10 cm Wasserhöhe. Ich hätte die Ecken zusätzlich gerne von innen abgeklebt. Da der Pool aber inzwischen wieder voll war, habe ich das nicht mehr hingekriegt. Auch eine lesson learned: das hätte ich vorher machen müssen. Ich hoffe, ich denke 2023 daran, wenn ich ihn wieder auswintere…

Dann konnte es endlich losgehen!

Die Schwierigkeit bei diesem Pool ist, dass er unten – bedingt durch die Stützen und die ausbeulende Folie – breiter ist als oben. Die Pfosten, auf die das Pooldeck später montiert werden sollte, können daher nur bis zur Auswölbung beigeschoben werden. Oben ergibt sich daher eine Distanz, die man überwinden muss. Unser Plan sah wie folgt aus:

Um den Pool sollte parallel in zwei Reihen senkrechte Balken (5 x 10, bzw. 5 x 15 cm) an Stützpfosten (10 x 10 cm, jeweils Hartholz) montiert werden. Die innere Reihe sollte direkt am Pool aufgebaut, die äußere Reihe an der Stützmauer montiert werden. Dort, wo die Stützmauer vorhanden ist, haben wir auch keine zusätzlichen Pfosten aufgestellt, sondern die 5 x 15er Balken direkt in die Mauer geschraubt. Da wir nur zu zweit waren (mein Mann und ich) nutzen wir Deckenstützen, auf die wir den Balken auflegen und mit denen wir ihn ausrichten konnten. Mit diesen Stützen konnte man den Balken an jeder Seite in der Höhe stufenlos einstellen. Auf dem Bild könnt ihr eine Stütze im Hintergrund vor meinem Mann erkennen.

Bereits bei der Montage des ersten Balkens an der Stirnseite der Terrasse sind wir auf die ersten Probleme gestoßen. Der Pool, der auf der Verpackung mit einer Gesamthöhe von 1,32 m angegeben war, hatte tatsächlich bis über den Rand ca. 1,35 cm. Auch wenn wir etwas Spielraum eingeplant hatten, hatten wir leider keine 3 cm Luft. Damit war klar, dass das Pooldeck nicht ebenerdig an die Terrasse angrenzen kann. Nun hatten wir die Wahl entweder nur ein kleines Stückchen höher als die Terrasse zu gehen, was aus meiner Sicht optisch besser ist (Pooldeck dann auch näher an der Wasseroberfläche), aber eine Stolperfalle bedeutet, oder gleich eine richtige Stufe mit der entsprechenden optischen Beeinträchtigung in Kauf zu nehmen. Nach längerer Diskussion haben wir uns – schweren Herzens – für die Stufe entschieden und haben alles entsprechend höher gebaut. Das nächste Problem tauchte sofort danach auf: die Betonanker, die den Balken in der Mauer verankern sollten, waren so groß (12 mm), dass wir beim Bohren der Löcher drohten zwischen die Mauer und die Terrassenplatten zu rutschen. Um das zu vermeiden, mussten wir den Balken 5 cm niedriger anschrauben, um ihn so sicher in der Mauer zu verankern. In der Konsequenz mussten wir nachher nochmal 5 cm auf den Balken aufschrauben (man könnte hier guten Gewissens von Murks sprechen, aber wir wussten uns anders nicht zu helfen…).

Im Anschluss ging es dann an der Längsseite der Mauer nach dem gleichen Muster weiter:

Es folgte die gegenüberliegende Längsseite, an der nur noch teilweise eine Mauer zum Befestigen zur Verfügung stand. Hier mussten wir nunmehr auch erstmals mit den 10er Stützpfosten arbeiten:

Als Nächstes haben wir dann die Innenreihe an der Stirnseite der Terrasse angebracht. Um die Distanz zwischen der Auswölbung der Poolfolie im unteren Bereich und dem Poolrand oben zu verkürzen, haben wir die Balken innen an die Stützpfosten geschraubt. Damit kamen wir bis an den Poolrand ran. Den Balken haben wir zusätzlich mit Winkeln mit den Längsseiten verschraubt:

Bereits auf diesen Bildern ist erkennbar, dass der Pool leicht schief steht. Das hatten wir zwar beim Aufbau genauestens ausgemessen. Offensichtlich hat er sich aber beim Befüllen etwas verschoben. Dies war nicht wirklich ein Problem, musste aber beim Anbringen der Unterlattung später berücksichtigt werden.

Es folgte sodann die Innenreihe an der Mauer-Längsseite:

und der Innenbalken an der Treppenseite:

Nun kam der Innenbalken an der offenen Stirnseite (ohne Stützmauer und Terrasse). Diese Seite hatten wir für die bessere Zugänglichkeit bislang offen gelassen:

Was uns richtig Probleme bereitete: das Holz fing in der Hitze des Sommers 2022 an, sich massiv um sich selbst zu verdrehen. Es ließ sich auch mit Zwingen nicht wieder gerade biegen. Auf dem Foto oben kann man das Problem etwas sehen (einmal an dem rechten Winkel links der Zwinge sowie am Verlauf des Balkens an der Stirnseite). Hierdurch war es kaum mehr möglich, die Balken auf einer Höhe zu montieren. Wir haben schließlich überstehende Ecken mit einem Schleifaufsatz abgeflext.

Dann ging es allmählich an die Montage der Konterlattung. Hierfür haben wir als erstes zwei Richtlatten an beiden Stirnseiten parallel zueinander ausgerichtet. Begonnen haben wir mit der Konterlattung dann an der Stirnseite der Terrasse. Wir haben erst jeweils außen eine Latte (4 x 6 cm) angebracht und dann parallel dazu weitere jeweils im Abstand von 35 cm, bzw. dort, wo später eine Diele enden wird (vorher messen, bzw. auslegen). Hierbei hat uns das Hartholz der Unterkonstruktion wirklich alles abverlangt: uns sind reihenweise die Bohrer (aller nur denkbarer Marken) abgebrochen. Ebenso die Schrauben. Insgesamt war dies mit Abstand der schlimmste Teil des ganzen Projekts und bei weitem auch der zeitaufwendigste.









Zwischendrin haben wir einmal einen Sonntag genutzt, um Unterseite der Terrassendielen (wir haben uns für Ipé entschieden) zu ölen. Zum Glück haben wir erst die Unterseite geölt! Der Farbton hat uns nämlich leider nicht gefallen. Wir haben daher entschieden, für die Oberseite ein anderes Öl zu kaufen. Allerdings war das dunkle Öl der Unterseite natürlich auch auf die Oberseite gelaufen (siehe Flecken auf dem Foto). Deshalb mussten wir am Ende die neuen Dielen gleich schon abschleifen. 🙁 

Irgendwann – der Sommer neigte sich bereits seinem Ende zu – hatten wir es endlich geschafft, die Latten auf der Unterkonstruktion anzubringen. Nun ging es an die Terrassendielen. Hierbei zeigte sich schnell der Nachteil unseres Plans, die Terrassendielen den langen Weg zu verlegen: durch mussten wir zwar weniger sägen. Allerdings haben wir damit quasi vier getrennte Terrassen gebaut, die zueinander in einem perfekten rechten Winkel stehen mussten. Da der Pool sich wie gesagt leicht schief gestellt hat, haben wir gut einen weiteren Tag gebraucht, bis ein anständiges Schnurgerüst stand und wir beginnen konnten, die Dielen anzubringen. Wir haben uns für eine unsichtbare Befestigung entschieden: die Dielen wurden also mit Clips befestigt, so dass wir nicht ins Holz schrauben mussten:


Am Ende des Sommers sah das Ganze dann so aus:

Wir haben dann zum Schluss nur noch eine Blende aus Terrassendielen an der Stirnseite der Terrassen angebracht und dann das Projekt für 2022 für beendet erklärt (am Zustand der neuen Terrassenplatten sieht man, dass der Herbst schon vor der Tür stand):

Kaum fertig, war es auch schon wieder Zeit, den Pool einzuwintern. Da sich dieser mit dem Ablassen des Wassers wieder unter dem Pooldeck hervor neigt, konnte ich meine Konstruktion vom Vorjahr wiederholen:

Die Frage nach den Kosten des Projekts kann ich leider kaum beantworten. Ich habe 1000 Euro für den Pool (Corona-Preis) und 3000 Euro für das gesamte Holz bezahlt. Hinzu kamen aber doch noch einige Euros für Werkzeug, Schrauben, unzählige Bohrer, Befestigungsmaterial… den Bau der Poolterrasse nicht zu vergessen. Wer aber nicht wie wir in einem ersten Schritt einen Hang begradigen muss, findet in diesem Projekt vielleicht eine kostengünstige, auch für handwerkliche Laien (wie es mein Mann und ich sind) gut umzusetzende Alternative.

Für 2023 steht nunmehr die Verkleidung der Seiten an. Hierfür wollen wir wohl HPL-Platten benutzen. Schön wäre es, wenn wir eine Art Türe oder Klappen einbauen könnten, damit wir zum einen leicht an die Pooltechnik kommen, zum anderen auch Poolspielzeug oder -zubehör verstauen könnten. Außerdem soll noch der Innenrand im Pool mit einer Blende verkleidet werden. Falls euch interessiert, wie es weitergeht – bleibt dran! Fortsetzung folgt… 

Update:

Wir haben wir geplant den Sommer 2023 genutzt, um das Pooldeck fertig zu bauen! Als erstes stand die Installation einer Leiter an. Wir haben uns für eine klappbare Bootsleiter entschieden. Alle anderen Leitertypen sind bei diesem Pooltyp schwierig – zum einen, weil die Folie im Bodenbereich gewölbt ist und deshalb keine Leiter aufstehen kann, zum anderen, weil die Folie nicht hinterbaut ist und deshalb Leitern, die gegen die Folie drücken, problematisch sind. Deshalb kam für uns nur eine freihängende Leiter in Frage. Damit deren Befestigungsschrauben bei Belastung nicht ausreißen, mussten wir jedoch leider die Terrassendielen an der maßgeblichen Stelle wieder entfernen und die Unterkonstruktion verstärken:



Fertig:



Als nächstes haben wir den Innenrand des Pools mit einer Blende versehen, die den Poolrand überdeckt:


Dann ging es an die Beplankung der Seiten. Wir haben uns nun doch für Holzdielen und gegen HPL-Platten entschieden. Wir fanden, dass es zu den Betonterrassen schöner aussieht. Zudem dürfte es wesentlich einfacher gewesen sein, die einzelnen Dielen anzubringen als eine große HPL-Platte.

Begonnen haben wir an der Längsseite mit der Treppe. Wir haben von einen versetzten Verband abgesehen und die Dielen stattdessen in Spalten gleicher Breite verlegt. Das war zum einen einfacher, zum anderen konnten wir so an verschiedenen Stellen Türen einbauen, durch die man den Raum unter dem Pooldeck als Stauraum nutzen kann. 




In der zweiten Spalte sind die oberen Dielen fest, aus den unteren haben wir eine Tür gebaut. Damit die Türe ganz öffnet, mussten wir in der dritten Spalte die neben der Tür liegenden Dielen etwas kürzer halten. Eine optische Beeinträchtigung, mit der wir leben können:



Fertig sah die Treppenseite dann so aus:


Dann ging es an die Stirnseite. Wir haben uns entschlossen, die Wärmepumpe zu umbauen. Da das Pooldeck hinter der Wärmepumpe Luft hat, zudem über die Dielen zusätzlich belüftet und die Seitenbelüftung der Wärmepumpe offen ist (siehe oberes Bild), funktioniert das ausgezeichnet. Zudem kann ich die Wärmepumpe über WLAN steuern, so dass ein Zugriff nicht zwingend nötig ist. Für den Fall, dass man doch einmal an die Wärmepumpe oder die Verrohrung muss, haben wir auch hier eine Tür neben der Wärmepumpe eingebaut. Über diese hab ich auch Zugriff auf meinen Bypass. Hier noch ohne Tür (die Styrodurplatten liegen nur rum 😉 Deren Einsatz kommt später noch):


So sieht die Stirnseite nun fertig aus:



Rechts hinter der Verkleidung steht mein Poolfilter. Auf der Seite befinden sich auch die Anschlüsse des Pools. Damit ich den Filter und die Anschlüsse jederzeit (einigermaßen) bequem erreichen kann, haben wir die rechte Spalte komplett als Tür gestaltet. Diese kann man also ganz öffnen. Wegen des Gewichts der Holzdielen haben wir die Tür allerdings – wie bei einem Wohnwagen – in zwei Hälften geteilt. Zudem haben wir das “Pumpenhäuschen” mit den rumliegenden Styrodurresten gedämmt, was den Pumpenlärm trotz der Ritzen in den Dielen tatsächlich deutlich reduziert hat:



Im Anschluss blieb noch die Längsseite an der Wiese:



Und so sieht das Ganze frisch geölt in fertig aus:




Und nun – wenn mich einer sucht: ich bin am Pool!



Und aus dem restlichen Holz haben wir dann noch ein Hochbeet als Sicht- und Sturzschutz an die untere Terrasse gebaut:



Wenn ihr Fragen zu meinem Projekt habt – jederzeit gerne!

Recommended6 LikesVeröffentlicht in Bau und Planung, Heldenreise, Podcast

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Kommentare

  1. Hallo Jessica, wow, dass sieht echt toll aus. Ist die seitliche Isolierung wirklich effektiv? Was hast du für eine Folie genommen um die Ecken zu schließen und welchen Kleber? Das ist wirklich alles sehr passig was ihr da gebaut habt. Wie sieht denn eure Technik aus? Habt ihr nur eine Pumpe, oder auch mehr equipment? LG Jörg

    1. Hallo Jörg,
      vielen Dank für das nette Feedback 🙂
      Die Isolierung bringt ein bisschen was (1-2 Grad schätze ich). Ich habe sie dreimal drumgewickelt 🙂 Im ersten Winter war sie noch nicht drum. Da ist das Wasser teilweise gefroren. Diesen Winter nicht, obwohl es im Dezember längere Zeit deutlich unter Null war. Ich denke, den besten Effekt hat es für den Schutz der Folie, die ja bei den Frame Pools doch anfällig ist.
      Die Ecken habe ich mit hellgrauer Balkonfolie (Amazon) und PVC-Kleber abgeklebt. Funktionierte super. Ich hab vorher an einer ungefährlichen Stelle getestet, ob die Poolfolie das aushält. War aber kein Problem.
      Zur Technik: Die mitgelieferte Pumpe habe ich nicht benutzt, sondern stattdessen eine Steinbach Speed Clean Classic 400 mit Sand angeschlossen. Da hätte ich aber gerne was Besseres und würde mich über Tipps freuen!
      Ansonsten habe ich eine Wärmepumpe mit Bypass dran (Poolsystems XPI Inverter). Die das Teuerste am ganzen Pool:-D Ich bin aber sehr zufrieden damit.
      Schließlich habe ich die Intex Poolleuchte mit einem Shelly 1 Relais bestückt (passt genau rein; da hat aber der Papa geholfen, der kann löten). Damit lässt sich diese jetzt via App steuern.

      1. Danke für die Rückmeldung. Das mit der Balkonfolie werde ich auch mal ausprobieren. Die Eck-Löcher sind mir auch ein Dorn im Auge. Mit der seitlichen Isolierung bin ich echt noch unschlüssig. Anfällig ist es ja eigentlich nur, wenn es von außen Beanspruchungen geben würde. Dies sehe ich aber weder bei dir noch beim mir. Ich ärgere mich echt schwarz, dass ich den Boden nicht besser isoliert habe. Aber mal sehen, wie das Wasser bei Neustart ist. Vielleicht muss ich es erneuern und dann isoliere ich auch den Boden. Noch ganz viel Spaß mit deinem Projekt.
        Gruß Jörg

        1. Ich hab grad mal geguckt: ich hatte für die Ecken LKW-Plane (PVC) 600g/qm in RAL 7042. Dicker wäre noch besser.
          In der Tat bringt die Dämmung unter dem Boden deutlich mehr. Drumrum muss nicht. 🙂
          Dir weiterhin viel Spaß mit deinem Pool!

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