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  • Stützwand

    Posted by Karsten Elbrandt on 20. März 2022 um 12:59

    Hallo zusammen.

    Ich bin verzweifelt und hoffe hier auf diesem Wege nach Unterstützung. Und zwar, der gegenüberliegende Abstand zu den stützwänden hat sich teilweise um 2cm verringert. Ist das für die weitere Bauphase kritisch? Ich soll ja noch 2cm Dämmung auf jeder Seite berücksichtigen und nun habe ich Angst, das sich dadurch die stahlwand und die Folie verzieht? Wer kann mir helfen? Euch allen noch ein angenehmen Tag

    Thomas hat geantwortet 8 months aktiv. 4 Poolhelden · 5 Antworten
  • 5 Antworten
  • Thomas

    Administrator
    20. März 2022 um 23:59

    Hallo Karsten,

    du hast leider noch keine Heldentat erstellt – darum sehe ich nicht was du bisher gemacht hast. Vermutlich ist es aber ein Ovalpool, wie meiner?

    Mir wurde mal gesagt, dass auf dem Bau 1 cm Unterschied „normal“ ist. Jedoch kommt es halt darauf an wo und gerade ein großes Wasserbecken verzeiht nichts.

    Das Ovalblech lässt sich in seiner Form im Prinzip ja einfach etwas verstellen. Die Bodenschienen und Handlaufschienen lassen sich später auch trotzdem anpassen.

    Sollte es dir möglich sein, die Mauer zu begradigen – dann mach es.
    Sollte es aber übertrieben viel Arbeit verursachen glaube ich steht es nicht im Verhältnis zum „Risiko“ die Mauer(n) jetzt so stehenzulassen.

    Vermutlich würde ich es so lassen – sicher gibt es hier noch einen anderen Poolheld bei dem es auch solche „unparallelen“ gab und später keinem mehr auffällt und technisch kein Problem darstellte.

    So – jetzt wäre Poolheld.de aber nicht so HAMMER GENIAL, wenn es nicht fachlich Poolsana hier noch gäbe, die dir darauf sicher auch eine feine Antwort parat haben 🙂

    Solche Fragen hatte ich in der Vergangenheit auch immer mal gern mit Poolsana besprochen und dann per Mail, oder YouTube Kommentar eine Antwort geschrieben. Jetzt habe ich die fachliche Unterstützung aber hier drin und das gibt Poolheld eine unfassbare Qualität im Bereich Heldenwissen.

    @refuh98, was sagst du dazu?

    Gruß
    Thomas

  • Jonas

    Mitglied
    21. März 2022 um 15:54

    Hallo zusammen,

    ich kläre das kurz ab und melde mich dann anschließend sofort mit einem kurzen Antwort-Post zu dem Thema hier.

    Grüße

    Jonas

  • Jonas

    Mitglied
    21. März 2022 um 17:57

    Hallo Karsten,

    ich hol mal kurz etwas aus, um auch nochmal die Relevanz des Styropors beim Ovalpool zu erklären. Zudem verwende ich als Beispiel in meiner Erklärung ein Ovalbecken mit der Breite 3,00 m.

    Die von dir angesprochene Styroporplatten erfüllen beim Ovalpool im Grunde zwei wesentliche Funktionen:

    1) Hauptaspekt: zu verhindern, dass sich Luft zwischen Stahlwand und Mauer befindet (wie von Thomas schon aufgegriffen): Da die Bodenschiene etwas Platz zur Wand hin wegnimmt, wäre normalerweise zwischen Stahlwand und Stützmauer etwas Platz. Dieses übernimmt eine eine wichtige Rolle zur Hinterpufferung. Ich habe zwei Bilder angehangen. Bild 1 zeigt als Skizze die Vogelperspektive des Beckens und gibt nochmal alle Maße an, auch die 2 cm unter anderem. Bild 2 zeigt den Querschnitt und hier insbesondere die Thematik mit der Bodenschiene. In gelb habe ich den „Hohlraum“ markiert, der ohne Styropor entstehen würde.

    2) Nebenaspekt: zu verhindern, dass die Stahlwand an der Stützmauer kratzt und beschädigt wird.

    Insbesondere aus dem 1. Grund heraus ist es daher schon sehr wichtig auf eine ausreichende Styroporhinterfüllung zu achten.

    Nur zum allgemeinen Verständnis an der Stelle: Der Abstand der beiden Stützmauern ohne Styropor beträgt auf jeder Seite jeweils 2 cm mehr als die „offizielle“ Beckenbreite; also insgesamt 4 cm mehr (siehe 1. Foto) ==> Falls du einen Ovalpool mit 3,00 m Breite besitzt, ist der Abstand beider Mauern ohne Styropor im Optimalfall also 3,04 m.

    Der Abstand beider Fertigmauern zueinander (also Stützwand + Styropor) müssen dann wieder genau die Breite deines Pools ergeben, in deinem Fall 3,00 m.

    Wenn man die 2 cm auslassen würde und die Mauer weiter nach innen rücken würde, käme man zwangsläufig mit den beiden Stahlwänden links und rechts weiter in die Mitte (die Bodenschiene weiter in die Mitte rutscht). Die Folge: dein Pool geht etwas mehr in die Länge (da die Breite sich verringert; die Länge der Stahlwand aber gleich bleibt!) ==> Dies wäre für die Stahlwand kein Problem; ABER: Deine Schwimmbadfolie ist auf Maß angefertigt, sodass du große Schwierigkeiten beim Einhängen bekommen wirst, bzw. diese gar nicht mehr passt!

    Daher nochmal zu deiner Situation: Du beschreibst, dass du an manchen Stellen insgesamt 2 cm weiter innen bist; also auf jeder Seite 1 cm.

    ==> Wichtig ist letztendlich vor allem, dass du die offizielle Breite von 3,00 m sicherstellst==> Sonst bekommst du das Problem mit der Folie, das ich angesprochen habe ==> Schlussendlich also: Stelle sicher, dass die 3,00 m Beckenbreite gewährleistet ist: Gleiche daher den Abstand zwischen Mauer und Stahlwand mit dem Styropor aus, in dem du mal mehr, mal weniger verwendest: Wenn du an einer Stelle insgesamt (links und rechts) nur 2 cm Puffer hast statt 4 cm, dann verwende hier eben nur 2 cm Styropor statt 4 cm Styropor (also 2 cm auf jeder Seite) ==> An der Stelle, an welcher du wieder mehr Platz hast, verwendest du wieder mehr Styropor , gleichst also die Unregelmäßigkeiten aus. ==> Wichtig immer, dass am Ende genug Platz für deine Folie ist, also genau die „offizielle Breite“ deines Pools auch den Abstand der „fertigen Stützwände“ zueinander entspricht 😉

    Hoffe ich konnte helfen (habe es absichtlich sehr ausführlich gehalten, um den Sachverhalt möglichst verständlich darzulegen)


    Viele Grüße

    Jonas

  • Christian

    Mitglied
    25. März 2022 um 20:25

    ich erlese daraus und vermute, dass du mit einer Schalung und Beton gearbeitet hast? Entsprechend der Druck vom Beton zu hoch war und die Schalung leicht (1 cm) verzogen/ausgewölbt hat.

    Wenn es so ist, wirst du wohl wirklich an den Stellen mit wenig Dämmung leben müssen. Vielleicht kann man an den engen Stellen mit Bauschaum arbeiten?

    Oder aber den Bohrmeißel rausholen und Material abnehmen. Das wäre zwar ärgerlich und kräftezehrend, aber am Ende die optimalste Lösung. Danach passt alles wie vorgeschrieben und den zu groß gewordenen Lücken zwischen Styrodur und Beton, rückst du nach dem Anbringen der Dämmung tatsächlich mit Bauschaum zur Laibe.

    Ich denke, dass der zu bearbeitende Abschnitt (wenn mein Gedanke von oben stimmt) gar nicht so riesig ist, da die Wölbung bloß mittig zu nah Richtung Becken sein würde.

  • Thomas

    Administrator
    9. April 2022 um 14:49

    Hey Karsten,

    wow – ich hoffe du konntest mit den bisherigen Antworten deine Lösung finden! Dein Projekt klingt auf jeden Fall krass. Klar, du hast momentan sicher viel zu tun, aber ich würde mich echt freuen, wenn du dein aktuelles Projekt, wie ein Tagebuch, als Heldentat beschreiben würdest. Zum einen könnte ich dann live mitfiebern und zum anderen sehen andere, mit dem gleichen Problem, wie das gerade bei dir gelöst wird. Das wär echt hilfreich und mega interessant.

    Gruß
    Thomas