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  • Michael & Maya

    Mitglied
    29. Mai 2024 um 17:14

    Hallo…

    ‘die Sonden sitzen mittig im Rohr’…Ich hoffe doch, Du meinst damit nicht, daß die Sonden mittig im Hauptwasserrohr sitzen, wo der gesamte Wasserfluß vom Filter zu den Einlaufdüsen durchgeht? Die Meßsonden gehören in einen Bypass der Hautpleitung, in der nur einer geringer Wasserfluß durchgeht, so um 10-50 l/min. Wenn die Meßelektroden im Hauptwasserstrom sitzen, zeigen sie erstens ungenaue Werte an und zweitens wird durch den starken Wasserfluß ruckzuck das Elektrolyt aus den Sonden rausgewaschen und die Sonden sind dann binnen Wochen bis wenige Monate hin. Wenn die Elektroden in einem Bypass mit geringem Fluß sitzen, können sie durchaus 2-3 Jahre halten, was auf die Dauer eine Menge Geld spart und außerdem genauere Ergebnisse liefert (was ggf. noch mal Geld für weniger Chemie spart). Das Meßwasser für den Bypass sollte übrigens optimalerweise VOR dem Filter, also zwischen Pumpe und Filter entnommen werden. Grund: im Filter bildet sich nach einiger Zeit ein Biofilm aus Bakterien, die beim Durchlauf des Wassers durch den Filter einen Teil des Chlors verbrauchen, so daß der Chorgehalt des Wassers nach dem Filter niedriger ist als im Becken. Die Firma Gemke-Shop bietet z.B. einen Meßwasserbypass mit zwei Meßzellen und allem Zubehör für den Anschluß für 136€ an.

    Was den pH-Wert des Wassers angeht: nach dem Neubefüllen des Beckens dauert es zwei bis drei Wochen, bis sich der pH-Wert des Wassers stabilisiert, weil in diesen Wochen Kohlensäure aus dem Wasser ausgast und der pH-Wert dadurch steigt. Daher muß in dieser Zeit öfters pH-Minus zugegeben werden. Da die Chlorbleichlauge ebenfalls basisch ist, erhöht sie den pH-Wert kontinuierlich, so daß normalerweise nur pH-Minus und pH-Plus nur in seltenen Fällen (sehr weiches Wasser beim Füllen oder viel Regeneintrag (Regen hat einen pH von um 5.5)) notwendig sein sollte. Wenn der pH-Wert sich nur schwer senken läßt oder instabil erscheint, sollten der Wert für die totale Alkalinität (TA-Wert, auch Carbonathäte genannt) sowie die Wasserhärte (auch Calciumhärte gennant) mit dem Poollab gemessen werden. Der TA-Wert sollte zwischen 80 und 160 mg/l liegen (bei Beton- und Fliesenpools eher um 160). Ist er zu niedrig, kann er mittels Natriumhydrogencarbonat (Backnatron) oder (besser) Natriumbicarbonat (wirkt weniger pH-hebend als Nariumhydrogencarbonat) angehoben werden. pH-Minus