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  • Stahlwandpool ohne Bodenplatte

    Posted by Stephan Beier on 29. April 2026 um 9:51

    Hallo, ich heiße Stephan und ich plane gerade mit meiner Frau den Wechsel vom Aufstellpool zu einem teilversenkten Stahlwandpool.

    In unserer Recherche haben wir uns für einen 8 Form Pool entschieden mit 4,7m x 3,0m x 1,5m

    Der Pool soll ca 30cm aus dem Boden heraus stehen.

    Wir haben gewachsenen festen Lehmboden auf dem ich eine Drainage-Schicht (ca. 10cm) mit Sickerschacht aufbauen würde.

    Ich habe jetzt einen Hersteller gefunden der damit wirbt, dass der 8-Form Pool keine Betonplatte benötigt. Hatte sogar telefonischen Kontakt und mir wurde versichert, dass keine Betonplatte notwendig ist.

    Hat da jemand Erfahrung? und wäre es auch möglich den Pool trotz Träger auf Hartschaumplatten zu stellen?

    Bspw mit Streifen-Fundamemten im Querträger Bereich und den Rest mit den Hartschaumplatten zu einer Ebenen Fläche zu gestalten.

    Link zum Pool:

    https://www.profi-poolwelt.de/4-70-x-3-00-x-1-50-m-achtformbecken.html

    Hersteller: Germany pools

    Vielen Dank

    Jonas hat geantwortet 2 Stunden, 20 Minuten zuvor aktiv. 2 Poolhelden · 3 Antworten
  • 3 Antworten
  • Jonas

    Mitglied
    29. April 2026 um 10:09

    Hallo Stephan,

    grundsätzlich gibt es bei allen Achtformpools die am Markt angeboten werden, keine wirklichen Unterschiede in der Konstruktionsart, welche bedingen, dass die eine Art auf „jeden Fall eine Betonbodenplatte“ benötigt, eine Art aber „auf jeden Fall nicht“. Das Aufbauprinzip ist bei Achtformpools grundsätzlich immer gleich, man hat zwei seitliche Stahlträger, und diese sind unter dem Pool mit einer Querstrebe miteinander verbunden. Alleine, um eine Stabilität dieses Trägersystems garantieren zu können, wird in der Regel immer eine Betonplatte empfohlen, da die Querstrebe dann in den Beton mit eingelassen wird.

    Ein wichtiger Grund, weshalb man des Weiteren meist grundsätzlich bei Pools aller Art, egal ob Achtform, Rund, Oval oder Rechteck, eine Betonbodenplatte empfiehlt, ist die Tragfähigkeit des Untergrunds. Bei einem mit Wasser gefülltem Pool mit einigen m³ Inhalt, also mehreren Tausend Litern Waser, wirken über die Zeit einfach enorme Kräfte auf den Untergrund. Selbst bei einem Boden, der vermeintlich tragfähig ist, weil er gewachsen ist oder z.B. eben aus Lehm, wie in deinem Fall, können sich durch das dauerhafte Gewicht welches auf ihm lastet über die Zeit trotzdem Verschiebungen ergeben. Und selbst kleinste Verschiebungen im Boden reichen auch schon aus, dass z.B. die Stahlwand an einer Stelle etwas einsackt und dann das gesamte System in sich nicht mehr stabil ist.

    Der Kern ist: Ob das passiert oder nicht, kann wenn überhaupt am ehesten noch ein Statiker vor Ort bei dir beurteilen – Sicher aber nicht verlässlich irgendjemand am Telefon, welcher die örtlichen Gegebenheiten gar nicht genau kennt. Deswegen wird grundsätzlich eigentlich fast immer eine Betonbodenplatte empfohlen.

    Nebeneffekt von einer Bodenplatte, der auch nicht unterschätzt werden darf: Du erhältst einen ebenen Untergrund – Du musst auch bedenken, dass der Untergrund letztendlich dein Boden deines Pools ist, da sich durch die Poolfolie jede Unebenheit im Boden durchdrückt. Mit einer Betonplatte schaffst du eben zuverlässig einen glatten, ebenen Untergrund.

    Also grundsätzliche Empfehlung: Betonbodenplatte, einfach um möglichst Ärger hinterher zu vermeiden und um nachhaltig Freude an dem Pool zu haben. Grundsätzlich gibt es aber wie gesagt keine Unterschiede in den Pools am Markt, dass man sagen kann, mit dem einem System brauchst du eine Bodenplatten, mit dem anderen nicht.

    Grüße

    Jonas

    • Letzte Bearbeitung 2 Stunden, 25 Minuten zuvor aktiv. von  Jonas.
    • Letzte Bearbeitung 2 Stunden, 16 Minuten zuvor aktiv. von  Jonas.
  • Stephan Beier

    Mitglied
    29. April 2026 um 10:18

    Hallo Jonas,

    Vielen Dank für deine ausführliche Antwort.

    Ich habe mir das auch gedacht und war aufgrund der Beschreibung des Pools sehr verwundert, dass es explizit genannt wird, dass ein Einbau auch ohne Bodenplatte möglich wäre.

    Es ist nicht so, dass wir uns grundsätzlich eine Bodenplatte vermeiden wollen. Es hätte natürlich einiges an Zeit und Arbeit erspart wenn das System ohne hätte gebaut werden können.

    Generell gehen wir auch immer lieber auf „Nummer sicher“ und würden die Bodenplatte einer Alternativlösung vorziehen.


    Ist es denn Sinnvoll neben der Bodenplatte zusätzlich darauf eine „Dämmung“ mit Hartschaumplatten (ähnlich dem ConZero System) zu erstellen?

  • Jonas

    Mitglied
    29. April 2026 um 10:33

    Hallo Stephan,

    gerne. Hartschaumplatten sind bei einer Betonbodenplatte nicht mehr erforderlich. Beim ConZero System übernehmen die Platten ja hauptsächlich die Funktion der Tragfähigkeit einer Betonplatte, sodass man auf letztere damit dann verzichten könnte. Wenn man schon eine Betonbodenplatte hat, braucht man nicht beides. Isolierung klingt zwar vielleicht nach einem netten Nebeneffekt, aber man muss auch sagen, dass ohnehin die meiste Wärmeentweichung bei Schwimmbecken von oben stattfindet – da wäre es also effizienter wenn man im Nachhinein im täglichen Betrieb mit z.B. einer Solarabdeckung arbeitet.

    Noch ein kleiner Tipp: Wenn der Pool frei aufgestellt wird oder halb eingelassen wird, also oben keine Randsteine auf den Handlauf kommen, dann kann mit einem Aluminiumhandlauf statt der herkömmlichen Kunststoffvariante den gesamten Pool recht einfach nochmal im Gesamterscheinungsbild aufwerten und edler erscheinen lassen. Beispiel: https://www.poolsana.de/pool/achtformpool-achtformbecken

    Grüße

    Jonas

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