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  • Lehmhaltiger Boden/Drainage

    Posted by Matthias on 4. Juli 2022 um 10:04

    Hallo Poolhelden,

    Bin gerade etwas überfordert mit meiner Baugrube.

    Zu den Fakten: Baugrube 5m Durchmesser und 1,5m Tief. Untergrund lehmhaltiger Boden. Im Moment 4 Tonnen Split eingebracht. Splitschicht ungefähr 7-10 cm.

    Es soll eine ConZero Bodenplatte erstellt werden

    Eingesetzt soll ein Aluwandpool 4m Durchmesser 1,5m tief.

    Problem: Das Wasser versickert durch den Lehmboden kaum bis garnicht. Die Splittschicht federt deutlich ab wenn man darauf läuft. Nehme an der Lehmpudding darunter erzeugt diesen Effekt. Ein Drainagerohr 300dn zum abpumpen des Wassers habe ich bereits in die Splitschicht gesetzt. Allerdings ohne nennenswertes Wasser darin.

    Ich hab jetzt echt schiss das sich wenn der Pool mal aufgebaut ist der Boden setzt und die Bodenplatte bricht oder schief wird. Hat einer von euch einen Lehmhaltigen Boden? Kann ich das mit einer höheren Splitschicht ausgleichen?

    Vielen Dank schon mal für eure Hilfe

    Grüße

    Matthias

    Marcus hat geantwortet 5 months aktiv. 2 Poolhelden · 1 Antworten
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  • Marcus

    Mitglied
    6. Juli 2022 um 11:06

    Hallo Matthias,

    in deinem Fall hättest du, bevor der Kies eingebracht wird eine Bodenverbesserung vornehmen müssen. da gibt es mehrere Varianten:

    a) Grosszügiger Bodenaustausch, d.h. den Lehm raus, Geogitter oder Geotextillage einbringen, 30-40cm Schotter aus 0/45 oder 0/32 Kalkstein, Grauwacke, RCL (o.ä.), in 15-20cm lageweise mit schwerer Rüttelplatte verdichten, anschließend dein Kies auftragen

    b) Bodenverbesserung durch Kalkeintrag. hier wird dem feuchten Lehmboden durch Kalkzementbasierte Zusatzstoffe beigemischt und die erhältst eine sehr hohe Tragfähigkeit. Da drauf dein Kies Rigolen Paket.

    c) du brauchst eine selbst tragende Betonplatte mit recht hohen Bewehrungsanteil. Dies würde aber dann nicht mit dem Konzept von ConZero zusammenpassen.

    Grundsätzlich ist Splitt die Falsche Wahl für eine ungebundene Tragschicht. Du musst immer „Nullanteile“ und ein Mischkornmaterial in den Tragschichten haben, so dass du einen hohen Verbund/Verzahnung nach dem Verdichten mit einer Rüttelplatte hast. Wenn der Boden jetzt schon „arbeitet“ wenn du nur drüber läufst, was meinst du was passiert wenn da erstmal Tonnen an Wasser in leichte Bewegungen versetzt werden? und es kann durch das dort stehende Wasser zum aufschwimmen kommen. Hast du einen Bodengutachter in deiner Nähe oder Statiker? Die können mit einem Lastplattendruckversuch, Leichte Fallplatte, die Tragfähigkeit messen.–> das Gerät kann man sich auch bei Boels oder so leihen. 😉